
Kätzchen
Wir haben uns gestern eine kleine Katze geholt.
Bisher hatte ich nur ein Zwergkaninchen - und das vor gut 15 Jahren; von daher freue ich mich ganz schön arg ;-)
Habe heute (anstatt zu lernen) einige Filmchen gedreht und stelle jetzt mal eins hier ein:
Letzten Dienstag wurde mir mein Fahrrad geklaut.
Ich saß in der Englischvorlesung und als ich wieder rauskam, war es weg. War auf den Tag genau 2 Monate alt. Und nicht versichert.
Nein, meine Hausratversicherung zahlt nichts. Ja, alle anderen machen das anscheinend.
Richtig, ich bin am Arsch.
Jedenfalls hatte ich es an einem Verkehrsschild angeschlossen; ein Freund meinte, dass die Diebe vielleicht das Schild aus der Erde gezogen haben und dann mein Fahrrad mitnahmen - es war ja auch schön leicht.
Dafür spricht auch, dass das Schloss auch weg war...
Habe mir dann das gleiche Fahrrad nochmal bestellt, ist heute auch schon angekommen.
Das war das erste Mal, dass mit etwas geklaut wurde, ohne dass ich eine Mitschuld daran hatte (wie z.B. Geldbeutel im Kaufland vergessen...) und ich muss sagen, dass es echt beschissen ist, wenn man beklaut wird.
Man hat nämlich überhaupt nichts davon! Es ist einfach etwas weg und man bekommt nichts dafür. Von daher werde ich mich ab sofort ganz doll dafür stark machen, dass Diebstahl verboten wird.
Das ist nämlich ein saumäßig unfairer Vorgang.
Gerade vorletzte Woche Zeuge eines Unfalls geworden und nun das.
Vielleicht erzähl ich erstmal von dem Unfall, bevor das Ereignis auch wieder in den Untiefen meines Gehirns verschollen ist...
Nachdem ich einen Freund besucht hatte, fuhr der mich freundlicherweise zu meinem Großvater.
Auf dem Weg dahin, in angeregter Unterhaltung vertieft, sahen wir mehr beiläufig in einigen hundert Metern Entfernung einen mittelgroßen LKW bei dem Versuch, von einer Tankstelle auf die Landstraße einzubiegen.
Allerdings entgegen der Richtung der Ausfahrt der Tankstelle...
Natürlich war der Wendekreis des LKWs zu groß und er steckte dann quasi vor der Leitplanke der anderen Straßenseite fest.
Mein Kumpel wurde automatisch langsamer, logisch.
Vor uns fuhr ein Kastenwagen, scheinbar auch nicht allzu schnell - zumindest kam mir das Folgende recht zeitlupenartig vor.
Der Kastenwagen schien zu rollen, weiter und weiter...und wurde irgendwann von dem LKW gestoppt.
Zunächst macht man sich keine weiteren Gedanken, bei mir war auch erstmal die Freude vorherrschend, zum ersten Mal live einen Unfall gesehen zu haben und womöglich als Zeuge auftreten zu können.
Nunja, vielleicht etwas pervers.
Nachdem wir angehalten hatten, bin ich direkt ausgestiegen und vorgelaufen um zu gucken was da genau passiert war.
Beide Fahrer waren bereits ausgestiegen und scheinbar unverletzt (der LKW war übrigens ein polnischer) und telefonierten eifrig.
Der Kastenwagen hatte einen Totalschaden, bei dem war vorne alles eingedrückt und der Airbag war auch ausgelöst worden; beim LKW war nicht viel passiert, nur unten an der rechten vorderen Ecke ziehmlich demoliert.
Irgendwann war der Kastenwagenfahrer fertig und ich fragte, ob wir als Zeugen bleiben sollen bis die Polizei kommt oder ob er zumindest unsere Nummern haben will.
Seine Antwort: "Ach ihr habt doch bestimmt nicht viel sehen können."
Wir fuhren direkt hinter ihm.
Er telefonierte weiter.
Mangels einer konkreten Antwort wartete ich also weiter; irgendwann stieg mein Kumpel aus und kam auch dazu und fragte seinerseits den Herrn, ob der eine Telefonnummer haben will.
"Ihr habt doch sowieso nichts sehen können, das ist nicht nötig."
Wir fuhren direkt hinter ihm.
Also gingen wir zurück zum Auto und überlegten warum der uns partout nicht als Zeugen wollte.
Auf der Straße waren keine Bremsspuren zu sehen und aus unserer Sicht war es auch absolut nicht nachvollziehbar, wie er nicht bremsen konnte bevor er in den Polen reinfuhr.
Nunja, wohl Versicherung abgreifen solange der Wagen noch Vollkasko hatte...
Aber nun zu meinem Unfall letzten Freitag.
Ich musste wie jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit eine Nebenstraße der Hauptstraße überqueren.
Ich lief also in Pfeilrichtung und sah, wie gerade die letzten Autos auf der Hauptstraße vorbeifuhren - also würden jeden Moment die Autos der Nebenstraße losrollen und ich würde eine ganze Weile warten müssen, bevor ich über die Straße könnte.
Da fasste ich also - wie so oft - den folgenschweren Entschluss, noch schnell vor den Autos über die Straße zu rennen, also bevor die anfahren konnten.
Das gelang soweit auch....allerdings vergaß ich, dass ja auch Autos von rechts kommen könnten die in die Nebenstraße einbiegen wollten.
Und genau das passierte auch.
Ich muss dazu sagen, dass an dieser Kreuzung die Autofahrer praktisch nie das Vorlaufsrecht der Fußgänger beachten und ich schon öfter darüber nachdachte, dass man daraus doch Kapital schlagen können muss.
Es müsste doch möglich sein, kurz bevor einen ein Auto erfasst, ein Stück hochzuspringen und sich auf die Motorhaube zu werfen, so dass einem nicht die Beine kaputt gefahren werden oder man sonst schwere Verletzungen erleidet.
Dann nimmt man vom Fahrer 100 oder 200 Euro dafür, dass man das ohne Polizei auf sich beruhen lässt und jeder geht seiner Wege.
Naja, in der brutalen Realität lies sich das nicht so ganz verwirklichen.
Ich gucke also nach links, das erste Auto fährt noch nicht an, gehe los, passiere dieses Auto, gucke nach vorne und sehe plötzlich am rechten Blickrand eine Bewegung.Das Auto, was diese Bewegung darstellte, kam verdammt schnell auf mich zu.
Man glaubt gar nicht, wie langsam und wenig überlegt man da reagieren kann - jedenfalls lies sich mein Hochspring-Plan in der Kürze der Zeit nicht ausführen.
Reflexartig bleibe ich natürlich stehen und versuche innerhalb dieser Sekundenbruchteile irgendwie eine Rückwärtsbewegung hinzubekommen.Das Auto bremste natürlich, aber mein rechtes Knie wurde trotzdem von der Front des Autos und mein Fuß vom linken Vorderrad erfasst (ich weiß nicht mehr, wie das eigentlich ging).
Ich ziehe erstmal meinen Fuß vom Rad weg und humpel vor dem Auto auf die andere Straßenseite.
Das Auto, das mich angefahren hat, fährt los.
Ich denk ich hör' wohl nicht richtig und dreh mich um und sehe, wie das Auto stehenbleibt - er wollte nur vorfahren, damit er mich durch die Scheibe fragen konnte, ob alles in Ordnung sei.
Ich bewege und drehe Bein, Knie und Fuß und es scheint soweit alles Ok zu sein, das einzige was ich in dem Moment im Kopf hatte, war, dass ich schnell zur Arbeit muss.
Also trennten wir uns (ohne Geldzahlung, weil ich auch eine Mitschuld bei mir sah - ich war sehr dunkel angezogen) und ich fuhr weiter.
In Bahnhof Friedrichstraße biege ich auf dem Weg zur U-Bahn um eine Ecke und kriege fast einen Herzstillstand, als mir eine Frau mit Kinderwagen in einem Wahnsinnstempo entgegenkommt...
In der U-Bahn nicke ich kurz ein und träume (natürlich) von einem Auffahrunfall, den ich trotz aller Bemühungen nicht verhindern konnte (mit mir im Unfallwagen).
Auch wenn ich teilweise immer noch sehr vorsichtig nach Autos auf Straßen gucke, habe ich das Trauma inzwischen wohl überwunden :P
Die große Eingangshalle:
Auch hier diese "großartige" Verschmelzung von Glas und Stahl mit historischer Fassade...
Die 36qm große LED-Wand ist wohl die größte fest installierte der Welt (kann an dem Haltearm gedreht und bewegt werden).
Und in dem Büro arbeite ich.
Alles arbeitet motorisch und wird von einem (unbeschrifteten....) Bedienfeld neben der Tür bedient.